Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran – nun auch mit regulatorischer Anerkennung: Die KI-basierte Physiotherapie-Lösung von Flok Health hat als erste ihrer Art die EU-Zertifizierung als Medizinprodukt der Klasse IIa erhalten. Diese Entwicklung markiert nicht nur einen Meilenstein für die technische Innovation in der Physiotherapie, sondern auch für Patientensicherheit und Therapieeffizienz in Europa.
Gerade in Deutschland – einem Land mit wachsender Nachfrage nach orthopädischen und rehabilitativen Behandlungsformen – eröffnet eine zertifizierte KI-Therapieplattform wie Flok Health neue Perspektiven im Alltag physiotherapeutischer Praxen. Automatisierte Behandlungspläne, datengestützte Entscheidungen und kontinuierliches Patientenfeedback könnten künftig elementare Rolle in der medizinischen Entscheidungsfindung spielen.
Die durch die MDR (Medical Device Regulation) vergebene Einstufung als Medizinprodukt der Klasse IIa ist ein wichtiger Indikator für Sicherheit und therapeutischen Nutzen. Diese Einordnung wird nur Produkten zugesprochen, die aktiv in den Behandlungsprozess eingreifen und dabei ein gewisses Risikopotenzial aufweisen. Im Fall von Flok Health bedeutet das:
Die Plattform basiert auf künstlicher Intelligenz, die Bewegungsdaten erfasst, analysiert und individuelle Übungsprogramme erstellt. Dabei ist der Zugang für Patientinnen und Patienten meist über digitale Endgeräte möglich – etwa über ein Tablet oder einen Laptop. Ziel ist die personalisierte Betreuung, begleitet durch automatische Fortschrittsüberprüfung und anpassbare Therapiepfade.
Diese Zertifizierung stellt nicht nur einen regulatorischen Meilenstein dar, sondern zeigt auch, dass die medizinische Relevanz digitaler Tools längst Realität geworden ist.
Quelle: med-techinsights.com, 06. Oktober 2025
Ein näherer Blick auf Flok Health zeigt, dass es sich bei der Lösung nicht lediglich um eine App handelt. Vielmehr bildet ein datengetriebenes Analysetool das Herzstück des Systems:
Ein Artikel des britischen HealthTech-Portals „Digital Health Today“ (Stand 2025) betont, wie Flok Health sich von anderen Lösungen absetzt, indem es Patientenfeedback in Echtzeit verarbeitet und auf dieser Basis therapeutische Maßnahmen empfiehlt oder modifiziert. Dabei greift die Plattform auf Machine-Learning-Algorithmen zurück, die aus großen Datensätzen Bewegungs- und Genesungsverläufe lernen. Dies ermöglicht individualisierte Therapiepläne, die in Echtzeit angepasst werden können.
Wichtig ist: Der Einsatz dieser Lösung bedeutet keine vollständige Automatisierung der Therapie. Vielmehr fungiert Flok Health als Assistenzsystem, das Therapeut:innen bei der Analyse unterstützt und Routineaufgaben digitalisiert. Die klinische Verantwortung verbleibt stets bei der Fachkraft.
Gerade in Deutschland mit seinem weit verzweigten Netz an ambulanten Physiotherapiepraxen und Reha-Einrichtungen bietet die Technologie ein hohes Potenzial. Steigender Fachkräftemangel, demografischer Wandel sowie eine Zunahme chronischer Erkrankungen stellen die Physiotherapie vor systemische Herausforderungen. Eine intelligente, skalierbare Assistenzlösung könnte hier folgenden Nutzen bringen:
Bereits heute sind laut Statistischem Bundesamt über 43.000 Physiotherapiepraxen in Deutschland registriert (Stand 2023). Die Einführung von digitalen Plattformen wie Flok Health könnte insbesondere bei Einzelpraxen und kleineren Einrichtungen personelle Engpässe ausgleichen und gleichzeitig die Qualität der Versorgung sichern.
Jedoch stellt sich auch die Frage nach der Integration in bestehende Systeme. Für eine flächendeckende Anwendung müssten Schnittstellen zu bestehenden Dokumentationssystemen, Abrechnungswegen (z. B. bei gesetzlicher Krankenversicherung) sowie Datenschutzaspekte berücksichtigt werden. Flok Health gibt an, europäische Datenschutzrichtlinien wie die DSGVO einzuhalten – ein Grundkriterium für potenzielle Anwendung in deutschen Einrichtungen.
Die EU-Zulassung ist nur der erste Schritt. Entscheidend für den Nutzen in der täglichen Arbeit ist die konkrete Umsetzung. Daher lohnt sich für interessierte Praxen ein systematischer Einstieg:
Die Entwicklung hin zu KI-gestützter Physiotherapie ist kein Ersatz für menschliche Interaktion, sondern ein Zusatzinstrument für präzisere, besser nachvollziehbare Behandlungsprozesse. Und mit der jetzt erfolgten medizinischen Zertifizierung bewegen sich Praxen technologisch wie rechtlich auf sicherem Terrain.
Flok Healths Zulassung unter der EU-Medizinprodukteverordnung zeigt exemplarisch, dass künstliche Intelligenz bereits heute klinisch relevant in die Physiotherapie eingebettet werden kann. Für deutsche Physiotherapeut:innen eröffnet sich damit eine neue Therapieebene: personalisiert, datenbasiert und regulatorisch abgesichert. Doch wie jede technische Innovation erfordert auch dieser Wandel Offenheit, Schulung und Überprüfung bestehender Praxisroutinen.
In einer Zeit, in der der Patientenandrang wächst und gleichzeitig Fachkräfte fehlen, kann eine fundiert geprüfte KI-Lösung wie Flok Health eine echte Entlastung sein – im Dienste einer ganzheitlichen und zukunftsorientierten Versorgung.
Quelle: med-techinsights.com (06.10.2025)
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